{"id":1853,"date":"2019-07-04T12:38:29","date_gmt":"2019-07-04T10:38:29","guid":{"rendered":"https:\/\/europahaus-klagenfurt.at\/?p=1853"},"modified":"2019-07-04T12:38:32","modified_gmt":"2019-07-04T10:38:32","slug":"unsere-eu-volontaerin-stellt-sich-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/europahaus-klagenfurt.at\/it\/unsere-eu-volontaerin-stellt-sich-vor\/","title":{"rendered":"Unsere EU-Volont\u00e4rin stellt sich vor"},"content":{"rendered":"<p>Wo kann ich anfangen?! Vielleicht erstmal stelle ich mich vor: mein Name ist <strong>Anita Ludescher<\/strong>, ich komme aus Rum\u00e4nien und ich habe den Freiwilligendienst im Rahmen des Europ\u00e4ischen Solidarit\u00e4tskorps in Klagenfurt, \u00d6sterreich bekommen.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die erste Frage, die m\u00f6glicherweise aufkommen kann: Was bedeutet das genau?! \u00dcber dieses Thema kann man lange sprechen, aber kurz zusammenzufassen: das ist ein Programm von der EU, das die M\u00f6glichkeit f\u00fcr junge Leute zwischen 18-30 Jahre bietet, um bei einem EU-Projekt im Ausland teilzunehmen und gegenseitiges Verst\u00e4ndnis und Solidarit\u00e4t zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vor einem solchen Projekt stellst du dir nat\u00fcrlich viele Fragen. Das passierte mit mir auch, ich habe mir ganz viele Fragen gestellt: Wird das mein Weg sein? Habe ich genug Mut anzufangen? Wie wird das Leben und die Arbeit in einem neuen Land sein? Wie werden sie mich empfangen? Wie kann ich mich da integrieren? Und kann ich w\u00e4hrend des Projektes etwas Wertvolles erschaffen?<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Auf die obenstehenden Fragen habe ich mit \u201eja\u201c geantwortet, deswegen bin ich jetzt hier ein Teil eines tollen EU-Projekts. F\u00fcr ein paar Fragen habe ich die Antworten gefunden. J<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bei der Ankunft war alles neu und fremd. Meine Kollegin hat mich von dem Bahnhof abgeholt und hat mich in meine Unterkunft gebracht. Ein leeres Zimmer hat auf mich gewartet. Heute ist es mehr heimisch geworden. Am Anfang hatte ich eine ganz wei\u00dfe Magnetwand, die heute voll mit Farben ist. Alles beginnt mit einem wei\u00dfen Blatt, und alles h\u00e4ngt von dir ab.<\/p>\n<p>Wo befindet sich eigentlich Klagenfurt am W\u00f6rthersee?! Klagenfurt liegt in S\u00fcd\u00f6sterreich, im Bundesland K\u00e4rnten, am W\u00f6rthersee. Der W\u00f6rthersee ist eine regionale Attraktion, sowohl f\u00fcr Einheimische wie auch f\u00fcr Touristen, umgegeben von vielen Bergen und W\u00e4ldern. Das Stadtzentrum hat auch eine faszinierende Stimmung: mit einem Einflu\u00df von italienischer Architektur und mediterraner Atmosph\u00e4re. Auf dem Hauptplatz findet man das Symbol der Stadt: den Lindwurm. Die Caf\u00e9s machen die Innenstadt f\u00e4rbiger und wenn man Gl\u00fcck hat, kann man auch Livemusik h\u00f6ren.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nicht umsonst sagt man, dass aller Anfang schwer ist. Ich bin dankbar an diese Menschen, die mir bei den anf\u00e4nglichen Schwierigkeiten geholfen haben und mir ihre wertvolle Zeit geschenkt haben. Sie haben mich auf ein Getr\u00e4nk eingeladen, mir die Stadt gezeigt und gute Ratschl\u00e4ge gegeben.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; An meinem ersten Arbeitstag habe ich mich in der Mitte eines EuropaCaf\u00e9s, im Europagymnasium in Klagenfurt befunden. Am Anfang war alles und alle total fremd, und die deutsche Sprache klang auch unbekannt. Ich hatte das Gef\u00fchl, dass es keine Sprache ist, die ich kenneJ\u2026und ich habe mir die Frage gestellt: bin ich richtig hier?<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Mit der Zeit habe ich mich an die neue Situation gew\u00f6hnt. Es war gut, viele T\u00e4tigkeiten zu haben, um mich nie zu langeweilen. Ich hatte von meinen Kollegen Unterst\u00fctzung bekommen, und manchmal hatten wir ein paar gemeinsame Programme organisiert, zum Beispiel eine Wanderung am Ulrichsberg, Besuch in Velden und gemeinsames Essen.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ich habe vergessen zu sagen, dass ich in einem Studentenheim wohne, wo ich allein sein kann, wenn ich sicher allein bleiben m\u00f6chte. Hier hat jemand immer eine Idee, was man machen soll. Ich bin gl\u00fccklich, weil ich hier im Studentenheim die tollsten Leute kennengelernt habe, mit denen ein gemeinsames Programm immer Freude macht. Zusammen haben wir die Sch\u00f6nheiten von Klagenfurt und der Umgebung entdeckt: den See und die Berge. Im&nbsp;Fr\u00fchling gibt es M\u00f6glichkeiten Radtouren, Rollerskating, Wanderung in den Bergen zu machen. W\u00e4hrend der Wanderung in den Bergen habe ich gelernt, dass man immer weitergehen muss, nie aufgeben darf, und den Weg bis zum Gipfel genie\u00dfen soll, wo man dann einen wundersch\u00f6nen Ausblick bekommt.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Jetzt m\u00f6chte ich mein Projekt ein bisschen detailliert vorstellen. Das Europhaus Klagenfurt ist eine europ\u00e4ische Bildungseinrichtung mit dem Anliegen, die Bev\u00f6lkerung \u00fcber verschiedene Anl\u00e4sse zu informieren, und auch \u00fcber die Grenzen hinaus den Dialog mit den B\u00fcrgerInnen zu f\u00f6rdern. Der Verein basiert auf die Bildung, auf Informationsvermittlung und auf kulturelle Aktivit\u00e4ten. Zu unserer Arbeit geh\u00f6rt daher die Vermittlung des Wissens, interaktive erzieherischen Methoden, Wanderausstellungen, Vortr\u00e4ge \u00fcber verschiedene EU-Themen. Ich habe Erfahrungen gesammelt, wie man ein Training organisiert. Es ist sehr viel Arbeit, aber es lohnt sich. Hier treffen sich junge Leute aus ganz Europa. W\u00e4hrend der interaktiven Programme bekommen sie die Chance, sich besser kennenzulernen, Erfahrungen zu teilen und mit wertvollen Erlebnissen nach Hause gehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; In K\u00e4rnten hat die Fasching eine gro\u00dfe Tradition, so habe ich mich entschlossen, dass ich unbedingt dabei sein m\u00f6chte. In dieser Zeit tragen Erwachsene und auch Kinder Kost\u00fcme, die Stadt Villach ist voller Leben, auf den Stra\u00dfen verl\u00e4uft Karneval, und somit wartet auf die Besucher eine tolle Stimmung.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Ich habe mich im M\u00e4dchenzentrum auch bet\u00e4tigt, so sind meine Tage abwechslungsreicher geworden. Die Mitarbeiterinnen helfen hier den M\u00e4dchen in der Not. Das freut mich, dass ich durch meine Arbeit selbst mithelfen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Jemand hat mich gefragt: \u201eWelche \u00c4hnlichkeiten hast du mit deiner Heimat bemerkt?\u201c Meine Antwort war: \u201eDie Kirche\u201c. Jederzeit, wenn ich in die Kirche gehe, beruhige ich mich. Nach einer Messe bekomme ich eine seelische Beladung, obwohl sie auf Deutsch gefeiert wird. J<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Es gibt ein Treffen, bei welchem alle Freiwilligen aus ganz \u00d6sterreich zusammenkommen. Das ist eine gute Gelegenheit neue Leute und neue Situationen kennenzulernen. Hier habe ich einen Augenblick in andere EU-Projekte bekommen. Ich habe besser verstanden, wie sie funktionieren, sowie was ihre Vor- und Nachteile sind. Hier wurde mir klar, wie viele Perspektiven es gibt. Wir haben alle etwas Gemeinsames: den Wunsch nach Erkennung, so viel wie m\u00f6glich von der Welt zu lernen und zu entdecken.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nachdem ich ganz gut Klagenfurt und die Umgebung kennengelernt habe, habe ich auch andere Reiseziele f\u00fcr die Wochenenden geplant. Ich war in Prag, wovon ich lange getr\u00e4umt habe. Diese Stadt hat mich mit ihren alten Geb\u00e4uden, mit k\u00f6stlicher Architektur und mit der Karol Br\u00fccke ganz fasziniert. Es gab auch Livemusik und wundersch\u00f6ne handgemachte Produkte zu kaufen.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Klagenfurt ist in der N\u00e4he von der slowenischen und italienischen Grenze, deswegen kann man hier den Einfluss f\u00fchlen, so in der Architektur, wie in der Mentalit\u00e4t, oder in der Gastronomie. Ich hatte Gl\u00fcck beide L\u00e4nder zu besuchen. Slowenien ist ein wundersch\u00f6nes Land. Die Hauptstadt ist Ljubljana, was f\u00fcr mich wie eine Schmuckkiste aussieht. In der Mitte der Stadt flie\u00dft der Fluss Ljubljanica durch. Auf den beiden Ufern sind Restaurants und Caf\u00e9s, die eine stimmungsvolle Atmosph\u00e4re bieten. Unbedingt soll man den Bledsee besichtigen. Als ich ihn gesehen habe, habe ich ein St\u00fcck von dem Himmelreich bekommen. Ich habe auch einen kleinen Ausflug nach Italien gemacht. Das erste Reiseziel war Grado in Nord-Italien, auf der Adrian-Mehrk\u00fcste. Da kann man die mediterrane Stimmung f\u00fchlen. Und ja selbstverst\u00e4ndlich habe ich die typisch italienische Pizza probiert. J<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Es war mir eine ganz gro\u00dfe Freude, als meine Eltern, meine Schwester und meine Tanten mich besucht haben. Es ist wahr, dass die Zeit immer (zu) kurz war, aber wir haben viel erlebt, gesehen&nbsp; und die gemeinsame Zeit genossen. Es ist wichtig f\u00fcr mich auch mit alten Freunden den Kontakt zu halten. Es war immer gut von ihnen zu h\u00f6ren, aber auch, wenn sie \u00fcber mich wissen wollten. J<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Vor kurzem habe ich auf einem TEDx Vortrag teilgenommen, was sicher ein tolles Erlebnis war! Und warum? Weil auf dieser Veranstaltung die Vortragenden \u00fcber ihre Lebenserfahrungen sprechen. Sie teilen ihre Kenntnisse mit dem Publikum, die furchterweckend, aufschlussreich sein k\u00f6nnen, oder man kann sich selbst mit ein paar Situationen identifizieren. Ich bin dankbar, dass ich ein Teil von TEDx war. Es lohnt sich die begeisterte Arbeit von Organisatorinnen\/Organisatoren und Freiwilligen hervorzuheben, dass sie solche denkw\u00fcrdigen Vortr\u00e4ge geschafft haben.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Langsam werde ich meinen Bericht beenden. Ich bin mir sicher, dass ich ein paar Sachen nicht erw\u00e4hnt habe, aber ich versuchte \u00fcber die letzten 5 Monate die beste Zusammenfassung vorzubereiten. Ein guter Rat: hab keine Angst zu beginnen, sei mutig, und dann wirst du sehen, wie viel du schaffen kannst. Ich hatte die M\u00f6glichkeit viel zu lernen, zum Beispiel wie ich verst\u00e4ndnisvoller, toleranter, offener werden kann. Ich habe bemerkt, dass wir zusammen alles schaffen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Am Ende sind meine R\u00e4te die folgenden: tr\u00e4ume und sei aktiv, um deine Tr\u00e4ume zu verwirklichen. Gib immer, aber lass dich nie ausnutzen! Lieb, aber lass nie dein Herz verletzen! Vertrau Menschen, aber sei nie naiv! H\u00f6r den anderen zu, aber lass nie deine Stimme verlieren!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wo kann ich anfangen?! 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